Im Jahr 2002 beschloss der Vorstand von Kronos e.V., eine bundesweite Unterschriftenaktion unter dem Stichwort "Blumen in der Wüste" zu starten. Das Ziel war, möglichst viele Unterschriften zu sammeln und der damaligen Justizministerin Frau Prof. Dr. Deubler-Gmelin zu übergeben.
Inhalt der Unterschriftenaktion war, eine Verschärfung der Gesetze im Falle von Sexualstraftaten gegen Kinder zu erreichen. Wir empfanden - und mit uns viele Menschen - dass mit den Tätern zu milde umgegangen wird. Die Strafen nicht ausreichend abschreckend genug wirken, Täter zu früh entlassen werden und dadurch unsere Gesellschaft vor Wiederholungstätern nicht ausreichend geschützt wird.
Wir forderten in dieser Aktion, die Rechte von Kindern, also den Opfern, zu stärken (Stichwort z.B. Opferanwalt im Range eines Pflichtverteidigers auf Staatskosten), die Gesetze für Sexualstraftaten zu verschärfen und damit unsere Gesellschaft zu schützen. Das Motto "Blumen in der Wüste" war ein Bild für unsere Kinder, die zart und zerbrechlich in einer oftmals feindlichen Umgebung zu leben haben.
Der Übergabetermin für die Listen mit 7.923 Unterschriften, fand am 17.10.2002 im Bundesjustizministerium statt.
[Zur Detailansicht bitte auf die Bilder klicken ]
Viele Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft sandten uns Unterschriftenlisten zu. Wir versprachen damals, alle Daten nach der Übergabe zu löschen, Das taten wir so gründlich, dass wir uns nicht einmal mehr bei denen bedanken konnten, die für das Gelingen der Aktion soviel beigetragen hatten. Wir wollen es auf diesem Wege tun.
Vielen, vielen Dank!!!
Am 29.01.2003 trat das Bundeskabinett unter der Leitung von Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammen. Im Mittelpunkt der Sitzung standen Pläne des Justizminsteriums, die Strafen bei Sexualdelikten gegen Kinder und Jugendliche zu verschärfen. Inzwischen sind die Gesetze zumindest teilweise verschärft worden. Nicht, dass wir so vermessen wären zu glauben, dass alleine aufgrund unserer Aktion das erreicht wurde. Aber sicherlich war es ein Tropfen auf dem viel zu heissen Stein. Noch ist längst nicht alles erreicht. Wir befinden uns auf dem Weg und wir werden nicht nachlassen und uns nicht aufhalten lassen, (von wem auch?) für einen umfassenden Schutz unserer Kinder beizutragen. Durch unsere neue Unterschriftenaktion "ICH BIN DAFÜR" setzen wir unsere Aufgabe fort; durch unsere Prävention tragen wir dazu bei, den Tätern die Opfer zu entziehen. Durch therapeutische Arbeit helfen wir, Opfern auf dem Weg der Heilung ein helfender Freund zu sein. Wir tun noch viel mehr, der Rahmen würde an dieser Stelle gesprengt werden.