Erkennungszeichen sex. Gewalt
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Liebe Interessierte, wir werden sehr oft gefragt, wie man denn feststellen kann, ob ein Kind Opfer von sexualisierter Gewalt geworden ist, oder nicht. Dies ist sehr schwer fest zu stellen, denn eindeutige Symptome, die zweifelsfrei darauf schließen lassen, dass ein Kind missbraucht wurde, gibt es nicht. Wenn Kinder sich plötzlich „anders“ verhalten kann es sein, dass sie einen Kummer mitteilen wollen. Jedes einzelne dieser Anzeichen des „anderen Verhaltens“ verlangt unsere Aufmerksamkeit. Mit Einnässen, Schlafstörungen, Angstzuständen, depressivem oder aggressivem Verhalten können Kinder zeigen, dass sie in einer Notlage stecken und Hilfe brauchen - was immer der Grund für ihre Not sein mag. Ein missbrauchtes Kind zieht vielleicht die Aufmerksamkeit auf sich, indem es unterschiedslos körperliche Nähe zu jedem Erwachsenen sucht, ein anderes zieht sich eventuell aus seinen Freundschaften zurück. Jeder Mensch ist individuell und bei jedem äußert sich der Umgang mit Veränderungen anders. Verhaltensauffälligkeiten können auf einen sexuellen Missbrauch hindeuten, müssen es aber nicht. Wichtig ist vor allem, dass das Kind in jedem Fall in seinem Kummer ernst genommen wird. Wenn Sie mit dem Kind sprechen, ihm gut zuhören und behutsam nachfragen, können Sie vielleicht herausfinden, was es bedrückt und ihm helfen. Suchen Sie in jedem Fall fachkundige Hilfe, wenn Sie keine Erklärung für sein Verhalten finden oder Verdacht auf sexuellen Missbrauch besteht. Wenden Sie sich an örtliche Beratungsstellen und tragen Ihre Gedanken vor, und bitten Sie um Unterstützung bei professionell ausgebildeten Fachleuten. Die Adresse einer Anlauf- oder Beratungsstelle in ihrer Nähe erfahren Sie entweder über unsere Hotline: 0800 – 6666551 oder über die Telefonnummer der Aktion des Bundesfamilienministeriums „Hinsehen-Handeln-Helfen“:
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[ Letzte Änderung am 08.06.2006 ] |


